Gesellschaftsinseln

Die Gesellschaftsinseln Raiatea – Tahaa und Bora Bora gehören zu den Leeward Islands, also den Inseln unter dem Wind. Als Besonderheit liegen Raiatea und Tahaa innerhalb einer Lagune. Dadurch ist diese Reise auch sehr gut für Segelanfänger geeignet, da größtenteils bei wenig Welle gesegelt wird. Nur um Bora Bora zu erreichen erfordert es einen etwa 5 stündigen Segeltörn außerhalb der Lagune.

Auf Raiatea, die auch „die heilige Insel“ genannt wird, befindet sich die heilige Stätte der Polynesier, Taputapuatea. Das ist der Ort, wo sie ihre Reisen nach Hawaai, der Osterinsel Rapa Nui und Neuseeland in Ihren Auslegerkanus angetreten haben. Durch diese Entdeckungen entstand der Mythos der polynesischen Seefahrerkunst. Seit 2017 ist Taputapuatea übrigens auch UNESCO Weltkulturerbe und frei zugänglich.

Einen Steinwurf entfernt dieser Kultstätte wurde ein Wanderweg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt angelegt. Von dort oben hat man nochmals einen Blick auf die Maraes (den Steinplattformen der Kultstätte) und den Pass (die Riffpassage) den die Kanus in die offene See nahmen. Eine weitere Besonderheit ist die Tiare Apetahi, eine endemische Pflanze, die nur auf Raiatea und dort nur auf dem Temehani-Plateau wächst. Ihre weiße Blüte mit den fünf Blütenblättern ist das Wahrzeichen Raiateas. Wer gern in die Natur geht wird auf Raiatea viel zu entdecken haben. Unzählige Wasserfälle, Reitausflüge, Radtouren mit und ohne E-bike. Für Liebhaber des Kunsthandwerks empfiehlt sich der Besuch der Markthalle in Uturoa.

Nur zwei Seemeilen nördlich von Raiatea liegt Tahaa innerhalb der gleichen Lagune. Tahaa ist die Vanilleinsel Polynesiens. Unzählige Vanilleplantagen werden hier bewirtschaftet und die Schoten erreichen Spitzenpreise auf dem Weltmarkt. In Ermangelung von Kolibris weden die Blüten dieser Orchideenart in den frühen Morgenstunden von Hand bestäubt. Das erklärt einerseits den hohen Preis und den Beinamen „das schwarze Gold“.

Die mittelgroßen Schoten kosten ca. 5 € pro Stück beim Hersteller und sind für sich oder für andere ein tolles Mitbringsel. Ein Besuch in einer der Perlfarmen erklärt ohne Eintritt oder anschließenden Kaufzwang „am lebenden Objekt“ wie die Austern gezüchtet und die Perlen geerntet werden. Wer ihrer Schönheit nicht widerstehen kann, der kauft im Shop der Perlfarm ein.